Bewertungskonzept


Signet "Allgäu - Tirol barrierefrei"

Signet Allgäu-Tirol barrirefreiObjekte, die als „rollstuhlgerecht“ oder „barrierefrei“ bewertet sind, werden mit dem Signet „Allgäu-Tirol-barrierefrei“ ausgezeichnet.

Die Auszeichnung darf zu Werbezwecken verwendet werden.





Sinn der Piktogramme

Die einzelnen Angebote und Objekte dieser Webseite sind zu Ihrer besseren Orientierung mit Piktogrammen (Symbolen) gekennzeichnet. Somit können Sie gezielt nach Angeboten suchen, die bestimmte Anforderungen bezüglich der Zugänglichkeit und Nutzbarkeit erfüllen beziehungsweise für die eine bestimmte Zielgruppe besonders empfehlenswert sind.

Die Vergabe der Piktogramme unterliegt einem eigenständigen Bewertungskonzept, welches im Folgenden näher erläutert wird.

Sollte auf Bundesebene für die Kategorien „rollstuhlgerecht“, sowie „barrierefrei“ eine einheitliche Kennzeichnung erfolgen (Symbole, Signets), so werden diese von uns übernommen.

Struktur des Bewertungskonzepts

Die Daten der barrierefreien Objekte wurden von geschulten Erheberteams erfasst. Um den hohen Qualitätsanspruch zu wahren, werden keine Selbstauskünfte akzeptiert.

Es werden drei Zielgruppen unterschieden:

  1. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen
  2. Menschen mit Sehbehinderung und blinde Menschen
  3. Menschen mit Hörbehinderung und gehörlose Menschen

Menschen, die diesen Zielgruppen angehören, sind alle im weitesten Sinne in ihrer Mobilität und ihren Aktivitäten aufgrund unterschiedlichster Barrieren der Umwelt eingeschränkt. Diese Menschen benötigen aber ganz unterschiedliche Voraussetzungen und Bedingungen bezüglich Architektur, Kommunikation/Information und Service/Dienstleistungen, um mobil zu sein und touristische Angebote nutzen zu können.

Deshalb werden zum einen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen im engeren Sinne und Menschen mit einer Sinnesbehinderung unterschieden.

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Mobilitätseinschränkungen

Zu den Mobilitätseinschränkungen im engeren Sinne werden alle Arten von Gehbehinderung gezählt, deren Ursachen im Bereich des Bewegungsapparats zu finden sind. Angebote und Objekte, die sich in besonderer Weise für diese Zielgruppe auszeichnen, werden in drei Kategorien geteilt:

Piktogramm Bedingt barrierefrei für Mobilitätseingeschränkte

Piktogramm Barrierefrei für Mobilitätseingeschränkte

Piktogramm Rollstuhlgerecht

Welche Kriterien im Einzelnen zur Vergabe der drei Piktogramme führen, können Sie auf der Seite

---> Detailkriterien bei Mobilitätseinschränkung einsehen.

Sinnesbehinderungen

Sinnesbehinderungen, die im Rahmen des Bewertungskonzepts berücksichtigt werden, sind Einschränkungen des Hör- und des Sehsinns. Angebote und Objekte, die sich in besonderer Weise für diese Zielgruppe auszeichnen, werden in zwei Kategorien geteilt:

Piktogramm Hilfen für Menschen mit Hörbehinderung

Piktogramm Hilfen für Menschen mit Sehbehinderung

Welche Kriterien im Einzelnen zur Vergabe der drei Piktogramme führen, können Sie auf der Seite

---> Detailkriterien bei Sinnesbehinderung einsehen.

Geprüfte Daten vorhanden

Für dieses Objekt liegen detaillierte und exakte Informationen über die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit für Menschen mit Behinderung vor. Eine Zuordnung zu den Kategorien der Mobilitätseinschränkungen und der Sinnesbehinderungen konnte nicht vorgenommen werden.

Piktogramm Geprüfte Daten vorhanden

Die Daten wurden von qualifiziertem und fachkundigem Personal vor Ort auf der Grundlage eines standardisierten Erfassungskonzeptes erhoben und gehen nicht auf eine Selbstauskunft der jeweiligen Betreiber zurück. Neutralität und Vergleichbarkeit sind somit gewährleistet.


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Urheber

Dieses Bewertungskonzept wurde vom Arbeitskreis "Tourismus und Freizeit" der Vereinigung Kommunaler Interessenvertreter von Menschen mit Behinderung in Bayern (VKIB) in den Jahren 2006/2007 erarbeitet. An der Erarbeitung war das Regionale Informations- und Kompetenzzentrum Tourismus für Alle (RITA), Herzogsägmühle als Kooperationspartner beteiligt.


Grundlagen und Weiterentwicklung

Die gemeinsame Entwicklung des Bewertungskonzepts orientierte sich an den Ausführungen der DIN 18040 bzw. an der Ö-Norm.

Die DIN 18040 bzw. die Ö-Norm enthalten Regeln und Empfehlungen zum barrierefreien Bauen. Die DIN-Normen werden vom Deutschen Institut für Normung e.V. in Berlin herausgegeben, die Ö-Norm entsprechend vom Austrian Standards Institute.

Im März 2005 wurde die "Zielvereinbarung Barrierefreiheit" zwischen dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband e. V., dem Hotelverband Deutschland e. V. und verschiedenen Behindertenverbänden nach § 5 Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) vereinbart. Sie gibt "Mindeststandards für die Kategorisierung barrierefreier Beherbergungs- und Gastronomie-betriebe in Deutschland" vor.

Werden in diesen Regionen touristische Angebote und Objekte konsequent nach DIN oder nach der „Zielvereinbarung Barrierefreiheit“ bewertet, könnten nur sehr wenige Angebote und Objekte mit einem Piktogramm gekennzeichnet werden. Eine Differenzierung und somit eine Orientierung für Bürger und Gäste mit Behinderung ist so kaum möglich.

Das Konzept des VKIB (Vereinigung Kommunaler Interessensvertreter von Menschen mit Behinderung in Bayern e.V.) – Fachbereich "Tourismus und Freizeit" trägt den Gegebenheiten der bayerischen Tourismusregionen Rechnung, die vor allem ländlich geprägt sind und meist ältere oder sogar historische Gebäude aufweisen.

Deshalb entschloss sich der Fachbereich "Tourismus und Freizeit" ein eigenständiges Konzept mit Mindeststandards in Zusammenarbeit mit Herzogsägmühle zu erarbeiten, um bereits bestehende touristische Angebote und Objekte in Bayern bewerten zu können.

Trotz der Entwicklung eines eigenständigen Konzeptes soll aber nicht die Bedeutung der DIN 18040, der Ö-Norm oder der „Zielvereinbarung Barrierefreiheit“ geschmälert werden. Diese sollen als sinnvolle und notwendige Standards bei Neubauten oder bei der Entwicklung neuer, barrierefreier Angebote eingehalten und umgesetzt werden.

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Infobroschüre Allgäu-Ausserfern

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